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Chor96-Ottobeuren



Benefizkonzert Bad Wörishofen - - Bericht vom Konzert

 

Vielseitiges Benefizkonzert: Chor96 aus Ottobeuren in St. Ulrich                     

 

Wie bereits 2017, gastierte der Chor96 aus Ottobeuren auch heuer in St. Ulrich in der Gartenstadt. Ein Benefizkonzert zugunsten der Ortsgruppe des BUND Naturschutz Bad Wörishofen am Martinstag – dem Tag der Barmherzigkeit – erbrachte den ansehnlichen Betrag von 500 Euro. Gut 120 Besucher waren dem Ruf, einen kleinen Beitrag für eine große Sache zu leisten, gefolgt.

Der BUND sieht sich seit Jahren in der Rolle des kritischen Mahners und Beobachters, der umweltpolitische Defizite aufdeckt und die Öffentlichkeit aufklärt. Er fragt etwa danach, wie erneuerbare Energien ausgebaut werden können, wie Flüsse und Seen vor Schadstoffen geschützt werden können, wie der Naturschutz forciert werden kann. Der Verein fordert eine Kehrtwende in der Agrarpolitik und verfolgt hehre Ziele, um das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit zu schärfen und der Nachwelt eine gesunde Umwelt zu erhalten. Um dies zu erreichen, erfordert es Hoffnung und Zuversicht, große Leidenschaft und tiefe Demut. Attribute, die seit Jahrhunderten auch in der Musik eingesetzt werden, um Menschen und Völker zu beeinflussen und zu leiten. Anlass genug, um einem Konzert zu lauschen, dass eben genannte Attribute unterstreicht und in Töne umwandelt. In Personalunion ist Chorleiter Helmut Scharpf gleichzeitig stellvertretender Kreischorleiter und Vorsitzender der BN-Kreisgruppe mit ihren 10 Ortsgruppen und über 3000 Mitgliedern.

Das Programm, welches der Chor96 zusammengestellt hatte, bestach durch Vielfalt in den Werken und einer großen Bandbreite an stimmlicher Feinfühligkeit. Zu Beginn des Konzerts wurden die Besucher passend zum Sonnenuntergang vom gesamten Chor in einem großen Kreis mit einem indianischen Lied umrahmt, welches den Geist von Mutter Erde erwachen ließ. Nach einführenden Worten seitens des Chores und des stellv. Ortsvorsitzenden des BUND, Alexander Siebierski, der die Arbeit des BUND anhand von Beispielen aus der Arbeit an der Basis beschrieb, folgte das Werk „Also hat Gott die Welt geliebt“ des barocken Komponisten Heinrich Schütz, gefolgt von Luca Marenzio, seines Zeichens italienischer Komponist der Renaissance. Er wird als Inspirator großer Komponisten wie auch Schütz gehandelt. Mozarts „Ave verum“ ging Hand in Hand mit modern gefassten Kirchenliedern wie „Alleluja“ des jungen polnischen Komponisten Jan-Henrik Botor, „Jubilate Deo“ von László Halmos aus Ungarn oder „Sancta Maria“ von Helmut Scharpf höchstselbst.

Den Romantikern wurde ein eigenes Augenmerk gewidmet. „Lay a garland“ des Briten Robert Lucas Pearsall spiegelt die Passion für die Vokalpolyphonie wieder und wurde vom Chor96 einfühlsam in Szene gesetzt. Die doppelchörige Motette „Beati quorum via“ („Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des Herrn wandeln“) des Romantikers Charles Villiers Stanford wirkte fast fröhlich, während Felix Mendelssohn mit seinem hymnischen anmutendem „Richte mich Gott“ ein wahres Feuerwerk an Stimmgewalt abbrannte. Es folgte ein Stück von Albert Becker, der mit seinen Werken eindeutig von Mendelssohn beeinflusst wurde. Mit „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“, gelang ihm eine sehr stimmige Vertonung des 121. Psalms.

Nach dem beschwingten „Vineta“ des Meisters Johannes Brahms wechselte der Chor mit einem modernen „Rocksong im Chorgewand“ in die Neuzeit. „Engel“ ist als Stück schon ein echter Klassiker und nur ein kleiner Buchstabe entscheidet, ob es als geistliches Werk zu behandeln ist oder nicht. Das rasante Spiritual „Witness“ von Jack Halloran bildete das vorläufige Ende eines sehr gehaltvollen und abwechslungsreichen Musikerlebnisses mit dem Ottobeurer Chor, welcher sich auf der Empore zum krönenden Abschluss unter der Orgelbegleitung von Johannes Pfluger für „Abide with me“ von William Henry Monk neu formierte. Den Text des Hymnus „Bleib bei uns Herr, die Sonne gehet nieder“ stammt vom schottischen Dichter Henry Francis Lyte (1793-1847).

Anhaltender Applaus im Stehen ließ den Chor96 für zwei Zugaben nach unten zurückkehren, um sich mit einem rätoromanischen Abendlied sowie mit dem schmissigen Spiritual „I’m gonna sing“ für den großen Zuspruch zu bedanken. Alles in allem ein sehr lohnenswertes, stimmungsvolles Konzert mit einem ausgewogenem Programm, umrahmt von der gewaltigen Akustik von St. Ulrich. Am Ende konnten die Besucher aktiv Barmherzigkeit am Spendenkörbchen praktizieren.

 

 


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Der Chor96 hat eine beachtliche Entwicklung hinter sich: War er in den Gründungsjahren noch ein reiner Jugendchor, so sind wir jetzt zu einem großen Konzertchor mit 36 Sängerinnen und Sängern »von 16 bis 60« angewachsen. In Basilika-Konzerten, auf Konzertreisen im Ausland, bei CD-Produktionen und Wertungssingen haben wir eine Vielzahl an Erfahrungen gesammelt. Der Chor96 kann sich heute den schönsten Werken der Chorliteratur widmen, egal ob Romantik, Spiritual oder Pop-Ballade. Mit bislang 64 Auftrittsorten verstehen wir uns als Laienchor mit regionalem Bezug, der sich bei der Literaturauswahl hohen Ansprüchen stellt.

 

 

 

Wir proben sonntagabends meist von 18.30 - 20 Uhr im Musiksaal des Schulzentrums Ottobeuren. Die Hälfte der Chormitglieder kommt aus anderen Orten, von Berkheim bis Bad Wörishofen, von Erkheim bis Kempten. Wir erarbeiten uns die Freude am kulturellen Schaffen und bieten eine Gemeinschaft, die weit über das Singen hinausreicht.

 

 

Und natürlich suchen wir immer gute Sänger!

 

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